Kürbis – Cucurbita

Kürbisse anpflanzen – keine Hexerei

Kürbisse orange

Kürbisse orange

Eine besonders spektakuläre Disziplin im Garten ist der Anbau von Kürbissen. Deren gibt es hunderte Sorten und die Kürbisse (lat. Cucurbita) gehören -nicht sehr überraschend- zur Familie der Kürbisgewächse, welcher z.B. auch die Gurken angehören.

In Österreich werden Kürbisse (insbesondere größere Kürbisse) auch sehr gerne „Plutzer“ (ausgesprochen: „Plutza“) genannt – selbiges sagt man übrigens auch zu menschlichen Köpfen.Kürbisse sind bei uns immer einjährige Pflanzen und stammen ursprünglich aus Amerika – sowohl in den USA, in Mittelamerika als auch in Südamerika waren schon vor der „Entdeckung“ Amerikas Kürbisse bekannt und verbreiteten sich dann rasch über die ganze Welt.

Kürbis

Kürbis

Auch in Österreich sieht man häufig Kürbisfelder – insbesondere der steirische Kürbis hat schon überregionale Bekanntheit erlangt.

Insbesondere in milderen Zonen werden Kürbisse gerne angebaut – der Kürbis mag es nämlich sehr warm und benötigt auch recht viel Sonne um gut zuzulegen.

Bevor Sie Kürbisse anbauen, vergewissern Sie sich, ob sie im Beet auch genug Platz haben – der Kürbis entwickelt nämlich ziemlich lange Ranken und manche Sorten bevorzugen es sogar, in die Höhe zu ranken und benötigen diesbezüglich auch Klettermöglichkeiten.

Die bei uns bekanntesten Sorten sind: Hokaido-Kürbis (stammt aus Japan), Birnenkürbis (auch unter Butternut-Kürbis oder Butternusskürbis bekannt), Riesenkürbis und der Gartenkürbis. Eine Kürbis-Unterart ist übrigens auch die Zucchini, welche zuletzt auch immer beliebter wurde und -ähnlich dem Hokkaido-Kürbis- ganzjährig im Supermarktregal anzutreffen ist.

Kürbis mit Stängel

Kürbis mit Stängel

Die Verwendung von Kürbissen ist vielartig: Als Gemüsebeilage oder Hauptspeise, Suppe, Kürbiskernöl (Steiermark!), als Dekoration („Zierkürbisse“) sowie auch zu Helloween.

Viele Kürbisse bestechen auch durch ihre recht gute Haltbarkeit – diese hängt aber von der jeweiligen Sorte ab und zusätzlich auch davon, wie stark die Schale ausgeprägt ist bzw. ob der Kürbis gut gelagert war. Auch das Einfrieren von Kürbissen ist möglich.

Schon viele Jahre bemühen sich Kürbiszüchter auch, diverse Kürbis-Weltrekorde aufzustellen. Die Weltrekordkürbisse wiegen übrigens über 1.000 Kilogramm.

Größter Kürbisproduzent der Welt ist -wie könnte es anders sein- übrigens China.

Achtung: Neben diversen Zierkürbissen, welche nur der Dekoration dienen und nicht verspeist werden sollen, können auch aus selbst gewonnen Samen ab und zu giftige Kürbisse resultieren! Rückkreuzungen bzw. Rückmutationen sind manchmal damit verbunden, dass die Kürbisse wieder (wie bei natürlichen Vorkommen in freier Natur nicht unüblich) den Giftstoff Cucurbitacin produzieren. Diese Kürbisse sollte man dann keinesfalls essen. Erkennbar sind derartige „Giftkürbisse“ an einem bitteren Geschmack. So Sie auf „Nummer Sicher“ gehen wollen, greifen Sie lieber zu Samen aus dem Handel (wo diese Giftstoffe verlässlich rausgezüchtet worden sind) bzw. auch zu Jungpflanzen aus diversen Geschäften.

Pflege und Standort von Kürbissen

Kürbis - Austrieb im Mai

Kürbis – Austrieb im Mai

Der Standort im Garten sollte möglichst sonnig und warm sein. Beachten Sie dabei, dass Kürbisse lange Ranken und auch viele Blätter bilden – diese könnten andere Pflanzen in ihrer Entwicklung massiv stören.

Werden Ranken zu lang, kann man diese natürlich auch umlegen (dorthin wo Platz ist – bei mir dann oft ins benachbarte Gras) oder auch kürzen. Das Kürzen hat den Vorteil, dass für schon bestehende Früchte bzw. Blüten mehr Kraft zur Fruchtbildung resultiert.

Das Substrat bei Kürbissen sollte ausgesprochen humusreich sein. So mancher Kürbisfreund baut Kürbisse sogar extra am oder neben dem Komposthaufen an – damit ist das Platzproblem gelöst und die Düngung ebenso gut gewährleistet.

Kürbispflanze im Juni

Kürbispflanze im Juni

Kürbisse benötigen zum Wachsen auch reichlich Wassergaben, die Gießkanne sollte demnach regelmäßig vorbeisehen. Achten Sie beim Gießen aber darauf, die Pflanzen nicht von oben zu gießen (das macht der Regen ohnehin ab und an) sondern versuchen Sie diese, unter den Blättern mit Wasser zu versorgen. Das beugt nämlich einer „Lieblingsgefahr“ bei Kürbissen vor: Dem Mehltau.

Auch ein sehr gefährlicher Feind, insbesondere bei gerade aufgegangenen oder eingesetzten Kürbispflanzen: Nacktschnecken.

Junge Kürbispflanzen erst ab Mai in das Gartenbeet verpflanzen (+8-10 Grad sollte es in den Nächten schon zumindest haben) – und die Kürbisse (die übrigens gelb blühen und dabei oft ziemlich gewaltige Blüten bilden) dann auch rechtzeitig vor den ersten Frösten ernten.

Kürbis - Blätter im Sommer

Kürbis – Blätter im Hochsommer

Ein Kürbis, dessen Ranken schon abgedorrt sind, kann gleich geerntet werden (der wächst dann sicher nicht mehr), bei größeren Exemplaren ist auch der „Klopftest“ durchaus sinnvoll: Reife Kürbisse klingen deutlich hohler als noch sich im Reifestadium befindliche Stücke.

Ab April kann man natürlich auch schon Kürbisse vorziehen – diese keimen bei Zimmertemperaturen zumeist in 5-8 Tagen.

Weitere Infos Kürbisse:

Pflege, Anbau Kürbis

Kürbis lagern

Riesenkürbis

Moschus-Kürbis

Gartenkürbis