Feigen mittels Stecklingen vermehren

Feigen mit Stecklingen leicht zu vermehren

Feigen aus Stecklingen

Feigen aus Stecklingen – im ersten Jahr

So sehr der Klimawandel Sorgen bereitet – für Feigen eröffnen sich hierzulande neue Möglichkeiten. Froren noch vor gar nicht allzulanger Zeit in fast allen Regionen Österreichs die Feigen sämtlicher Arten und Sorten im Winter ziemlich sicher im Winter zurück bzw. konnten nur via Winterquartier übers Jahr gebracht werden, so stehen dieser Tage schon unzählige Feigen in vielen Gärten und Gartenanlagen ungeschützt in der Natur herum….

Nur bei jungen Feigen bzw. in Gebieten mit starken Dauerfrösten sollte man in den ersten Jahren der Feige noch vorsichtig sein bzw. einen Winterschutz anbringen – und ist die Feige dann doch scheinbar hinüber, gibt es -überraschenderweise- im Juni oder Juli dann doch noch ein Comeback: Die scheinbar tote Pflanze treibt aus dem Wurzelwerk wieder aus. Natürlich nur, wenn dieses schon ein wenig stärker ausgeprägt war…
Feigen aus dem Handel müssen sich aber nur jene kaufen, die es ein wenig eiliger haben und die gleich eine große bzw. früchtetragende Feige haben möchten: Denn tatsächlich ist auch für den unerfahrenen Hobbygärtner die Anzucht von jungen Feigen eine relativ einfache Übung.

Stecklinge einfacher als Samen

Während die Vermehrung von Feigen durch Samen durchaus einige Zeit und Geduld in Anspruch nimmt, ist die Stecklingsvermehrung eine ziemich unkomplizierte Angelegenheit:

Schneiden Sie einfach von einem bereits vorhandenen Feigenbaum bzw. Feigenstrauch ein -idealerweise schon leicht verholztes- Stück ab. Ein leicht schräger (aber klarer) Schnitt hat bei mir eine höhere Erfolgsquote gezeigt als ein gerader Schnitt durch das Ästchen.

Auch wenn die Stecklingsvermehrung oft mit frischen Trieben (die noch gänzlich grün sind) funktioniert – mehr Erfolg hatte ich mit Stecklingen, die schon ein wenig verholzt sind.

Steckling Feige

Steckling Feige

Idealerweise macht man dies im schon warmen Frühjahr, aber auch im Sommer und im (noch warmen) Herbst ist mir die Stecklingsvermehrung bei Feigen schon gelungen.

Zwischen 10 und 20 cm sollte der abgeschnittene Trieb sein (ich mache hier oft aus Bodentrieben bzw. stark wuchernden Ästen gleich mehrere Stecklinge) – das empfehlen zumindest die meisten Experten und hat auch bei mir zu den besten Erfolgen geführt.

Idealerweise befindet sich auf diesen Ästchen keine Frucht und auch die Anzahl bzw. Größe der Blätter ist gering.

Bevor man die Stecklinge dann in das Substrat bzw. in Wasser gibt, entfernt man dann noch die Blätter (von unten angefangen) – kleinere „Babyblätter“ kann man ruhig am Steckling belassen. Diese kosten dem Steckling nicht so viel Kraft wie große Blätter – was dann verdorrt, kann ja später immer noch entfernt werden bzw. stirbt ohnehin ab.

Die Stecklinge stecke ich dann einige Zentimeter (3-7 cm – je nach Größe und Schnitt) in die Erde – ein Sand-Erde-Gemisch wird hier oft empfohlen.

Manche Stecklingsvermehrer geben die Feigenstecklinge vor dem Substrat noch in ein Wasserglas – hier kann man leichter beobachten, ob die Stecklinge die notwendigen Wurzeln entwickeln.

Nachdem ich beim Feigen-Vermehren aber immer rund 5 bis 10 Stecklinge in die Erde setze und davon immer etwas mehr als die Hälfte antreibt, ist mir persönlich die „Direktversetzung“ lieber.

So die Stecklinge dann frisches Grün zeigen, kann man diese dann auch schon in einen passenden Topf (nicht zu klein, die Feigen wachsen bei guten Bedingungen rasch!) umsetzen – Feigen im Topf wandern bei mir übrigens im Winter immer in die Garage…

Der große Vorteil der Stecklingsvermehrung von heimischen Feigen: Die Jungpflanze kennt das Klima schon – was z.B. bei Glashauspflanzen aus den Niederlanden etc. nicht der Fall ist.

Mehr Infos zu Feigen finden Sie in unserer dazu passenden Rubrik: Feigen

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