Narzissen

Narzissen – Narcissus

Narzisse

Narzisse

Während der aus der griechischen Mythologie stammende Begriff “Narziss” (=selbstverliebter Mensch) ziemlich negativ besetzt ist, so ist die Narzisse eine der beliebesten Blumen in den heimischen Gärten sowie auch im Blumenhandel sehr nachgefragt.

Die Narzisse stammt aus der Familie der Amaryllisgewächse, der Unterfamilie der Amaryllidoideae und bildet die eigene Gattung der Narzissen.

Dort gibt es viele Arten und mittlerweile tausende Kulturformen – kein Wunder, hat denn die Narzisse auch einen ziemlichen Siegeszug hingelegt.

Dieser ging (angeblich) ursprünglich von der iberischen Halbinsel (Spanien, Portugal) los und erstreckte sich im Laufe der Zeit über Südwesteuropa und Nordwestafrika.

Mittlerweile ist die Narzisse an vielen Orten (auch in Österreich) zu Hause – es gibt dabei aber immer nur ziemlich kleine Verbreitungsgebiete. Oft finden sich in der Natur auch einzelne Narzissen, welche aber zumeist aus Gartenkulturen stammen.Sehr bekannt ist in Österreich das Ausseerland, wo jährlich Ende Mai bis Anfang Juni das beliebte Narzissenfest in Szene geht – da sind im Flachland des Ostens die meisten Narzissen schon länger verblüht.

Gelbe Narzissen

Gelbe Narzissen

Von den Herrschaftsgärten und Parks des Mittelalters haben die Narzissen schon längst den Einzug in die privaten Gärten und Wiesen gefunden – kaum ein Gärtner hat keine Frühlingsboten im Garten…

Narzissen in ihren vielen Arten werden 5 bis 80 cm hoch, die “normalen” Kultursorten sind zumeist zwischen 30 und 50 cm hoch. Achten Sie bezüglich Größe der Narzissen unsbedingt auf die Packungsangaben – da gab es bei mir schon die eine oder andere Überraschung in Sachen “Zwergnarzissen”;-)

Narzissen sind mehrjährige Pflanzen, welche als Überdauerungsorgan eine Zwiebel zur Verfügung haben. Aus der Zwiebel sprießen im Frühling (zumeist zeigt sich das erste Grün schon bei warmen Wintern im Februar, März-Mai wird dann geblüht) die ersten Blätter, 3-4 pro Zwiebel sind es.

Die meisten Narzissen im Handel sind gelbe Narzissen (diese werden auch gerne “Osterglocke” genannt), aber auch Varianten in Weiß, Weiß-Gelb, Weiß-Orange etc. sind auf dem Vormarsch.

Die Zwiebeln der Narzissen werden zumeist (wie auch bei den Kollegen Tulpen, Iris, Krokus u.a.) aus Holland importiert und sind im Multipack schon um wenig Euronen zu erwerben. Lassen Sie also die natürlichen Vorkommen dort, wo sie natürlich gewachsen sind…

Gelbe und weiße Narzissen

Gelbe und weiße Narzissen

Nach dem Verblühen bildet die Narzisse am Blütenschaft Samen – so Sie keine Vermehrung via Samen anstreben, können Sie den Blütenschaft entfernen – das spart der Pflanze Energie.

Die Blätter der Narzisse sollten Sie hingegen nicht entfernen, diese ziehen ohnehin selbst ein und verfrachten dabei wertvolle Stoffe in die Zwiebel.

Im Herbst (ab September) findet man im Handel dann zumeist die neuen Narzissenzwiebel – diese graben Sie dann auch gleich ab September ein (ca. 3x so tief, wie die Zwiebel hoch ist). Aber auch an wärmeren Tagen bis hinein in den Dezember (je nach Region) lassen sich noch Zwiebeln einsetzen, die dann im Folgejahr blühen werden/sollten. Faustregel trotzdem: Je früher vor dem Winter, desto besser.

Gießen Sie die Narzissenzwiebel auch gleich kräftig ein.

Pflege und Standort von Narzissen:

Während Wildnarzissen eher saure Böden bevorzugen, sind die im Handel befindlichen Exemplare gar nicht besonders anspruchsvoll.

Lockere, durchlässige Erde (ohne Staunässe) fast aller heimischen Güteklassen wäre fein, so man diese mit Kompost anreichert bzw. mit Volldünger versorgt, steht einem Blütengenuss nichts im Wege. Ich dünge eigentlich gar nicht – die Narzissen sind nicht wirklich beleidigt…

Narzissen in der Wiese

Narzissen in der Wiese

Der Standort darf bzw. soll ruhig sonnig sein, halbschattig wäre noch besser. Auch im Gras/Rasen fühlen sich die Narzissen sehr wohl – beachten Sie dabei aber, dass der erste Rasenschnitt idealerweise erst dann geschieht, wenn die Blätter schon verwelkt sind.

Zu trocken sollte die Angelegenheit aber nicht werden (passiert im Osten Österreichs gerne) – da freut sich die (mittlerweile unterirdische) Pflanze auch im Sommer über ein paar zusätzliche Gießkannen-Besuche bzw. den Rasensprenger. Auch an trockenen/heißen Frühlingstagen darf man durchaus brav gießen.

Im Winter/Früh-Frühling im Topf gekaufte Narzissen keinesfalls zu viel gießen (keine Staunässe, Erde abtrocknen lassen), einziehen lassen und dann nach einer Ruhephase (im gleichen Jahr würde diese sowieso nicht mehr blühen) ab September einpflanzen.

Vermehren kann man Narzissen über Tochterzwiebeln oder Samen, die Vermehrung über Zwiebeln ist im privaten Gartenbereich wohl häufiger. Insbesondere wenn die Blüten der Narzissen nach einigen Jahren weniger werden, gräbt der Gärtner nämlich die Zwiebeln aus und teilt (=kleine Jungzwiebeln von Mutterzwiebel trennen) die sich gebildeten Horste.

Für die Alt- und Jungzwiebeln macht es dann durchaus Sinn, diesen einen neuen Standort zu verschaffen und das Substrat der alten Bleibe ein wenig aufzubessern.

Weitere Infos Narzissen:

Narzissen bei Wikipedia

Gelbe Narzissen

Weiße Narzissen

Stern-Narzissen