Lampionblume – Physalis alkekengi

Lampionblumen – leicht zu kultivieren

Lampionblume klein

Lampionblume klein

„Physalis alkekengi“ wird die auch bei uns in vielen Gärten und Blumensträßen zu findende Pflanze von den Botanikern genannt – was auch dazu führte, dass man den Begriff „Physalis“ (welcher eigentlich die Gattung darstellt, auf Deutsch übrigens „Blasenkirschen“) auch gerne ausschließlich für die Lampionblume verwendet.

Um gleich die vielleicht häufigste Frage zu klären: Physalis alkekengi, also die Lampionblume, die auch bei uns gedeiht, ist nur eine Verwandte der Südamerikanischen Kapstachelbeere („Physalis peruviana“), welche es bei uns immer häufiger im Handel zwecks Verzehr zu erwerben gibt. Die bei uns gut gedeihenden Früchte der Lampionblume wird hingegen keinesfalls zum Verzehr empfohlen – die Experten streiten zwar nach wie vor ob diese essbar oder nicht ist, Tatsache dürfte aber sein, dass es sich um eine leicht giftige Pflanze handelt.So bleibt für unsere Lampionblume, welche der Familie der Nachtschattengewächse zugeordnet ist, immer noch ihre Funktion als beliebte Zierpflanze oder auch als Schnittblume, die im trockenen Zustand noch lange hält und somit auch sehr gerne Sträußen hinzugefügt wird.

Attraktiv an der Pflanze sind weniger die Blüten (gelblich bis weiß), vielmehr sind es die (namensgebenden) lampionartigen Kelche, welche sich um die (samenführenden) Beeren bilden.

Primär kennt man hier die Kelche in der Farbe Orange, aber auch Gelb oder Rot soll es hier geben – wenn nicht schon viele weitere Varianten…

Bei der Herkunft der Lampionblume sind sich die Experten nicht sicher: Von Südosteuropa über Westasien bis hin nach China reicht hier die Vermutung – tatsächlich dürfte es aber eher ein relativ warmer bis trockener Raum gewesen sein, aus dem die Lampionblume dereinst ihre Weltreise antrat.

Bei uns ist die Physalis alkekengi eher nur sehr selten in „freier Wildbahn“ zu finden – viel häufiger und schon lange Zeit in vielen Gärten.

Da die Lampionblumen in den meisten heimischen Lagen auch kalte Winter überstehen (überwintern unter der Erde mittels Rhizomen, welche auch oft an guten Standorten für starke Verbreitung sorgen), handelt es sich um eine mehrjährige Pflanze, welche man im Herbst/Winter auch „einziehen“ lassen sollte. Also während dem Verwelken nicht gleich alles entfernen – das schützt dann auch etwas vor stärkeren Frösten.

Ca. 30 bis 90 cm hoch wächst die kleine Staude, Blüten sind vom Juli bis September zu erwarten, recht rasch nach der Blüte folgt die „Lampionbildung“.

Standort und Pflege Lampionblumen:

Lampionblumen sind ziemlich pflegeleichte Gewächse und benötigen auch keinen besonderen Standort. Sie mögen zwar lockere, vielleicht auch lehmige und kalkhältige Böden, wachsen aber eigentlich fast überall!

Lampionblume - Physalis alkekengi

Lampionblume – Physalis alkekengi

Die Sonne ist aber durchaus sehr beliebt, wiewohl auch ein halbsonniger Standort gut akzeptiert wird. Gartenecken, Bauergärten etc. sind da sehr gut geeignet – achten Sie dabei aber auch darauf, dass sich die Lampionblumen nicht zu sehr vermehren und dabei vielleicht andere Pflanzen verdrängen.

Bezüglich Gießkanne reicht im Normalfall eigentlich der normale Regen unserer Breiten, ist es während dem Wachstum aber besonders lange heiß und trocken, darf man schon einmal mit Wasser vorbeikommen und kräftig gießen. Staunässe mag die Lampionblume (wie fast alle Pflanzen) hingegen gar nicht.

Setzt man die Lampionblume in normale Gartenerde, ist Düngen normalerweise gar nicht notwendig. Hat man schlechte Erde, kann schon ab und an auch gedüngt werden – die Farbenpracht der Lampions hängt auch vom Dünger bzw. den Nährstoffen aus dem Boden ab, die die Lampionblume kriegt. Sogar als Kübelpflanze taugt die Physalis alkekengi durchaus.

Lampionblumen vermehren sich gerne über Rhizome – so Sie diesbezüglich einer möglichen Invasion vorbeugen wollen, sollte man zeitgerecht auch über eine Wurzelsperre nachdenken.

Auch die Vermehrung via Samen klappt zumeist recht gut: Lagern Sie die getrockneten Samen (sind in der Frucht zu finden) kühl und ab Februar/März kann dann die Vorzucht beginnen. Die Jungpflanzen sollte man dann aber nicht zu rasch in die Sonne bringen und auch erst vorsichtig an die -bei uns oft noch sehr frischen- Frühlingstemperaturen gewöhnen. Lieber erst im Mai raus als im April…

Weitere Infos Lampionblume:

Lampionblume bei Wikipedia

Südamerikanische Kapstachelbeere