Mestoklema – ein Hingucker
Gerade einmal 6 Arten sind von der spektakulären Pflanzengattung aus der Familie der Mittagsblumengewächse (Aizoaceae) bekannt.
Und die eine oder andere davon habe ich beim Besuch meines Lieblingsexotendealers Exotic Plants erblickt – nicht ohne mir die Pflanze dann etwas genauer anzusehen.
Grob beschrieben sieht Mestoklema aus wie ein dicker Weinstock aus dem ein Bonsai wächst – siehe Bilder.
Tatsächlich ist die Gattung Mestoklema im Süden Afrikas (Südafrika, Namibia) wo sie ob der dortigen Witterung (heiß und trocken) einen unterirdischen Kaudex als Speicherorgan bildet.
Bei uns wird dieser Kaudex aus optischen Gründen auf das Substrat aufgesetzt (und nur unten verwurzelt) – das sieht dann natürlich deutlich interessanter aus als wäre er unterirdisch.
Dies sollte man als Sammler von Mestoklema-Arten aber nur tun, wenn die Pflanze schon etwas größer ist (mehr als 10 Jahre alt und gut gewachsen) – Geduld ist bei Mestoklema sowieso angesagt weil die Pflanze ziemlich langsam wächst.
Bezüglich der Blüten der Pflanze habe ich noch keine eindeutige Quelle gefunden bzw. Mestoklema selbst blühen gesehen – angeblich sind diese weiß bis leicht violett, andere Quellen sagen auch „Orange“.
Pflege und Standort von Mestoklema
Als Afrikanerin mag es Mestoklema natürlich warm und sonnig. Kommt die Pflanze aus dem Winterquartier ins Freie achten Sie trotzdem darauf, dass die jungen Triebe nicht gleich der prallen Sonne ausgeliefert sind und lassen sie diese ein paar Tage an das direkte Sonnenlicht gewöhnen.
Als Winterquartier ist wohl ein beheiztes Glashaus oder ein ebensolcher Wintergarten ideal, die Überwinterung im Haus ist aber ebenso möglich – wiewohl nicht ideal.
Rund 10 Grad wären eine feine Temperatur für die Überwinterung – kurzzeitig können die Temperaturen aber auch niedriger sein. Frost mag die Mestoklema aber gar nicht.
Wie auf den Bildern ersichtlich mag Mestoklema ein sehr steinreiches (Perlit, Bimsstein, viel mineralisches Material) Substrat welches man mit guter Kakteenerde mischt. Blumenerde bzw. Torf sollten unbedingt vermieden werden.
In der Wachstumszeit (März bis Oktober) darf man die Pflanze regelmäßig gießen – die Gießkanne kann aber durchaus der größte Feind der Mestoklema sein. Also mit dem Gießen keinesfalls übertreiben, das Substrat regelmäßig austrocknen lassen und Überschuss aus eventuell vorhandenen Untersetzern entfernen. Nasse Füße mögen nur sehr wenige Exoten – die Mestoklema keinesfalls!
Hat man die Mestoklema nicht unter dem Dach stehen sollte man Regenüberschüsse im Untersetzer rasch entfernen.
Im Winterquartier dann wenig bis gar nicht gießen – ein Schlücken im Monat ist wohl mehr als genug. Meiner Info nach (habe die Pflanze mangels geeignetem Winterquartier nicht selber) verliert die Pflanze in der Wintersaison auch die Blätter – der dicke Kaudex bzw. die fette Wurzel bringt die Mestoklema dann locker durch die „Dürrezeit“. Weniger ist beim Gießen hier eindeutig mehr…
Bezüglich Düngen wird in der Wachstumszeit eine Düngung alle 2 Wochen mit halber Dosierung eines guten Kakteendüngers empfohlen.
Vermehren kann man die Mestoklema-Arten via Stecklingen oder auch mit Samen – mangels Pflanze vor Ort habe ich aber beides noch nicht versucht.
Auf dieser Seite abgebildet:
Mestoklema tuberosa sowie Mestoklema elatum



