Sterculia rhynchocarpa – der Stinkbaum
Eine Pflanze, die mir bei meinem Lieblingsexotendealer Exotic Plants ins Auge gestochen ist, ist die Sterculia rhynchocarpa.
Die Sterculia rhynchocarpa gehört der Familie der Malvengewächse an und ist in deren Unterfamilie der Sterculiaceae („Stinkbaumgewächse“) zugehörig.
Beim Fotografieren ist mir diesbezüglich nichts negativ aufgefallen – im Falle einer Blütenbildung sollen die grün-gelblich-rot gemusterten Blüten aber einen unangenehmen Duft von sich geben.
Der „Stinkbaum“ ist in Ostafrika beheimatet und findet sich dort z.B. in Ländern wie Kenia, Tansania, Äthiopien oder Somalia wo die Stinkbäume in offenen Wäldern anzutreffen sind.
Bis zu 10 Meter hoch werden sie dort – bei uns muss man sich wohl witterungsbedingt eher mit kleineren Bäumchen begnügen und es ist schon ein großer Erfolg, so man diese zum Blühen bringt.
Sterculia rhynchocarpa ist laubabwerfend und die Samen des Baumes sind -nachdem sie gekocht werden- essbar. Auch das Holz des Baumes findet in seinem Heimatgebiet Verwendung.
Bei uns erfreut man sich primär am schönen Stamm (mit leichtem Kaudexansatz) sowie an den netten Blätterwerk.
Standort und Pflege Sterculia rhynchocarpa
Schon die Herkunft der Pflanze verrät, dass die Sonne durchaus geschätzt wird – aber auch halbsonnige Plätze sind durchaus fein. Dass es dabei warm sein sollte, versteht sich – mindestens 5 bis 10 Grad sollte es auch im Winter haben. Ein Winterquartier im beheizten Glashaus/Wintergarten ist demnach wichtig – Zimmertemperaturen sind leider zu hoch.
Wenn Sie die Pflanze in der warmen Jahreszeit in den Garten stellen wollen, achten Sie unbedingt darauf, dass etwaig schon vorhandene Blätter (welche im Herbst ja abgeworfen werden) zuerst langsam an die Sonne gewöhnt werden – sonst ist ein Sonnenbrand unvermeidlich.
Als Substrat wird ein guter Kakteenerdemix empfohlen und bezüglich Dünger sind einige Gaben eines guten Kakteendüngers in der Wachstumszeit (Frühling bis Sommer) notwendig. Im Winterquartier nicht düngen.
So das Bäumchen fein wächst (siehe Bild ganz oben) ist ein baldiges Umsetzen sehr empfehlenswert. Im Fachhandel kriegt man ja erfahrungsgemäß zumeist nur sehr kleine Töpfe mitgeliefert – fast alle meiner Pflanzen erhalten dann zu Hause neue Gefäße.
In Wachstumszeiten (Frühling, Sommer, bis Laubabwurf) sollte man die Pflanze regelmäßig (je nach Standort und Hitze) gießen. Der Stamm dient zwar als Speicherorgan – die große Blattmenge zieht aber kräftig an den Reserven. Staunässe aber unbedingt vermeiden und zumindest die Oberseite des Substrats regelmäßig austrocknen lassen.
Im Winterquartier ist der Wasserbedarf dann ob fehlender Blätter deutlich geringer und es reicht zumeist, ca. 1x pro Monat ein Schlückchen Wasser zu verabreichen.
Vermehren lässt sich Sterculia rhynchocarpa angeblich (selbst noch nicht probiert) mittels Stecklingen oder auch via Samen.


