Gazanien – prächtige Blüten in praller Sonne
Die Gazanie (Gazania) kommt aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) und damit aus einer anderen Familie als die Mittagsblumen.
Trotzdem werden Gazanien bei uns auch sehr gerne „Mittagsblumen“ genannt. Das resultiert aus der Tatsache, dass das Blühverhalten den Mittagsblumen (mit denen Gazanien nicht verwandt sind) sehr ähnelt: Sie öffnen ihre Blüten nur dann, wenn die Sonne ausreichend stark und lange scheint – und mittags ist das dann in der warmen Jahreszeit dann doch häufig auch in unseren Breiten der Fall…
Wie die Mittagsblumen (z.B. Delosperma) kommen aber auch Gazanien aus Afrika – primär sind sie dort in Südafrika, Lesotho, Botswana oder Namibia in freier Natur anzutreffen.
Ob ihrer prächtigen Blüten sind sie aber auch schon einige Zeit in Europas Gärten zu finden – und zwar zumeist als hier gezüchtete Hybriden in vielen Varianten.
Einige Arten der Gazanien finden Sie beim Wikipedia-Link am Ende dieser Seite.
Wie schon erwähnt sind es vordergründig die tollen Blüten (in einigen Farben erhältlich), welche Gazanien auch hierzulande sehr populär machen.
Die (sieht man von den Blüten ab) unscheinbaren Pflanzen werden rund 15 bis 30 cm hoch und blühen bei passender Pflege und richtigen Standorten (viel Sonne, volle Sonne) über den ganzen Sommer.
Gazanien sind im Handel schon um ein paar Euro erhältlich – und auch wenn ich eher kein Blumenkäufer bin: An Gazanien kann ich kaum vorbeigehen…;-)
Manche Arten erinnern mich auch ein wenig an Sonnenblumen-Blüten – auch wenn der Durchmesser der Gazanien-Blüte mit 4 bis 5 cm dann doch etwas kleiner ist.
Verblühte Blütenstände können übrigens entfernt werden – stellen Sie dabei aber sicher, dass es nicht an der gerade nicht scheinenden Sonne liegt, dass sich die Blüte nicht mehr öffnet.
Leider sind Gazanien im Normalfall bei uns einjährig und nicht winterhart. Die 2026 erworbenen Exemplare werden aber im Winter 26/27 einem „Test“ unterzogen und dürfen dann in der (frostfreien) Garage überwintern. Über das Resultat wird berichtet – dies gilt auch über einen Vermehrungsversuch via Samen bzw. Stecklingen…
Pflege und Standort Gazanien
Idealerweise suchen Sie für die Gazanien einen südseitigen, möglichst vollsonnigen Standort – dann werden Sie sich auch oft über das Öffnen der Blüten erfreuen können. Ob ihrer Herkunft haben es Gazanien auch gerne sehr warm.
Wenn Sie Gazanien einjährig einsetzen, ist natürlich ein Beet bzw. ein Steingarten eine Möglichkeit, bei mehrjährigen „Haltungsversuchen“ sind Kübel bzw. Topf natürlich besser geeignet.
Beim Substrat ist die Gazanie nicht sehr wählerisch und stellt keine großen Ansprüche. Normale Blumenerde oder Gartenerde sollte aber auch mit etwas Sand, Kakteenerde, Kies etc. gemischt werden sodass das Substrat rasch abtrocknen kann bzw. das Wasser gut abläuft. Staunässe ist bei Gazanien unbedingt zu vermeiden.
Ein guter Standort wäre z.B. ein vollsonniger Platz mit Regenschutz – bei uns stehen die Gazanien neben den Exoten unter dem Eingangs-Vordach. Damit ist einerseits Blühfreudigkeit (Mittagssonne) gewährleistet und anderseits kann ich den Niederschlag vermeiden und die Bewässerung dieser Pflanzen selbst steuern.
In der Blütezeit sind Gazanien durchaus recht durstig. Lassen Sie das Substrat aber zwischen den Gießvorgängen gut abtrocknen und gießen sie die Pflanzen nicht von oben sondern unten am Substrat.
Beim Düngen sind sich die Experten im Web nicht sehr einig. Mein Schluss: Ist das Substrat mit einigem Humus angereichert, ist nahezu kein Dünger notwendig. Oft ist auch zu lesen: 1x pro Monat in der Blütezeit reicht völlig.
Wenn man die Gazanien ohnehin nur einjährig kultiviert, ist Düngen zumeist wohl nicht erforderlich. Schafft man mehrjährige Pflanzen (also eine erfolgreiche Überwinterung) und verbleiben die Pflanzen im gleichen Substrat, ist wohl laufende Düngung in der Wachstumszeit (mit Normaldünger) durchaus zu empfehlen.
Die Vermehrung von Gazanien erfolgt via Samen und Stecklingen – Erfahrungen bzw. Erfolgsberichte darüber dann frühestens 2027;-)




