Basilikum – Kräuter für die Küche
In fast jeder heimischen Küche (und insbesondere in der italienischen Küche) zu Hause ist der Basilikum. Ocimum basilicum -so der Name für die Lateiner- stammt aus der Gattung Basilikum (mit dutzenden Arten) sowie ist in der Familie der Lippenblütler angeordnet.
Basilikum wird bei uns mittlerweile schon länger ganzjährig im Supermarkt angeboten. Die (zumeist in Glashäusern herangereiften) dort gekauften Töpfe mit vielen Pflänzchen sollte man relativ rasch verarbeiten – denn für laufendes Wachstum sind die Pflänzchen einfach viel zu eng gesetzt und würden schon sehr bald Aroma verlieren bzw. im Haus langsam (aber sicher) eingehen.
Verwendet wird Basilikum in der Küche sehr gerne als Gewürz. Aber auch Pesto beinhaltet häufig Basilikum (wenn es nicht sogar ein klassisches Basilikum-Pesto ist), Basilikum-Öle sind ebenso beliebt, Paradeiser mit Basilikum (und Mozzarella) sind ein Klassiker und auch in der Heilkunde findet Basilikum große Beachtung.
Der gute Geruch der im Basilikum vorhandenen ätherischen Öle machte Basilikum längst weltweit beliebt – die Herkunft der Pflanze ist ob deren fast ewiger Verwendung nicht ganz klar.
So wird z.B. Indien als Basisland des Basilikum vermutet und in Europa dürfte Basilikum im Mittelalter gelandet sein. Nachdem Basilikum aber relativ pflegeleicht und leicht zu vermehren ist, war ein weltweiter Siegeszug nicht zu vermeiden.
Die bei uns üblichen grünen Pflanzen werden normalerweise 10 bis 50 cm hoch und vertragen keinen Frost – daher werden diese auch zumeist nur einjährig kultiviert. Es gibt aber auch mehrjährige Arten – diese werden aber eher im Fachhandel zu finden sein und nicht im Supermarkt um die Ecke.
Auch gibt Sorten mit roten Blättern, mit Zitronenduft oder den auch beliebten Thai-Basilikum.
Basilikum sollte nicht bis zur Blüte (in weißer Farbe, siehe Bild) ausreifen – durch die Blütenbildung verliert die Pflanze natürlich an Kraft und damit an Aroma. Die Blüten erscheinen (je nach Pflanzung und Region) zwischen Juni und Oktober.
Ab und an den Basilikum zu schneiden (und nicht nur die Blätter abzuernten, nein, auch den Stängel weiter oben abschneiden) regt das Pflanzenwachstum an und bringt somit mehr Ernteertrag!
Basilikum kann man auch trocknen oder einfrieren – dieser verliert dabei aber natürlich an Geschmack.
Pflege Basilikum:
Basilikum können Sie in Töpfen oder auch in Beeten (Kräuterbeet?!) relativ leicht kultivieren. So Sie als Basis für Ihre „Basilikumplantage“ die klassischen Pflänzchen im Topf aus dem Supermarkt verwenden, so vereinzeln Sie diese relativ rasch nach Kauf (idealerweise im Frühjahr).
Bezüglich Substrat ist gute Gartenerde mit vielen Nährstoffen bzw. hohen Humusanteil (z.B. Kräutererde oder Gemüseerde aus dem Handel oder selbst hergestellter Kompost gemischt mit Erde) von Vorteil – dieses Substrat sollte jedenfalls locker und gut wasserdurchlässig sein.
Da Basilikum ein Starkzehrer ist, freut sich die Pflanze auch über Gemüsedünger (auch Tomatendünger wäre o.k.) – ist das Substrat aber selbst schon gut (viele Nährstoffe), so kommt man erfahrungsgemäß auch ohne große Düngergaben über das Jahr.
Bezüglich Standort ist ein halbsonniger Platz fast besser als die volle Sonne (selbst im Hitzesommer 2026 verglichen – da waren die halbschattigen Pflanzen viel rascher groß) – Basilikum liebt aber jedenfalls die Wärme und wächst erst, wenn die Temperatur über 12 Grad steigt.
Auch hier habe ich 2026 gesehen wie die vorgezogenen Pflänzchen im mittelprächtigen April/Mai nur sehr langsam gewachsen sind und von den später gekauften Pflanzen wachstumstechnisch massiv distanziert wurden.
Wichtig für solides Wachstum ist auch die Gießkanne: Halten Sie den Basilikum regelmäßig feucht (abtrocknen darf er natürlich – das ergibt sich schon ob der hohen Sommertemperaturen), vermeiden Sie jedoch Staunässe. Die mag fast keine Pflanze.
Vermehren kann man Basilikum sehr leicht indem man Triebe ins Wasser gibt – schon nach kurzer Zeit bilden diese nämlich Wurzeln die man dann einsetzen kann. Immer fleißig feucht halten!
Auch via Samen kann man Basilikum natürlich kultivieren. Mehrjährige Sorten kann man auch via Stecklingsvermehrung vermehren.




