Dekoideen für den Garten – Upcycling

Deko im Garten mit Upcycling

Im Dekorieren bin ich schwach – Nein: Es interessiert mich einfach kaum bis wenig.

Alter Holzofen als Tisch

Alter Holzofen als Tisch

Ganz anders aber die Dame an meiner Seite, die Deko aller Art liebt und während ich an Flohmärkten weniger interessiert bin und dort maximal ein paar Bäumchen bzw. Pflanzen mitnehme, wird dort (und auch andernorts) von meiner Holden eifrig nach Sachen gesucht, die man eigentlich nicht braucht: Deko. Meinerseits auch -unsensibel- „Dekoschas“ genannt 😉

Nachdem Gartenarbeit recht eindeutig meines ist, halten sich die Dekoelemente im Garten (wiewohl sie laufend mehr werden – eine „leise Unterwanderung“ ist mir nicht entgangen) einigermaßen in Grenzen.

Und doch gibt es mittlerweile viele Elemente, die auch mir durchaus gefallen – oft auch, weil hier Dinge („Klumpert“) verwendet werden, die man eigentlich sonst wegwerfen würde bzw. für welche man keine Verwendung mehr hat.

„Upcycling“ nennt man dies auch – oft ohne besondere Anstrengung nutzbar gemacht, manchmal auch etwas verschönert und dann Pflanzen zur Verfügung gestellt.

Kommen Sie mit auf eine kleine Deko-Upcycling-Reise durch unseren Garten:

Holzofen als Tisch

Eingangs oben auf dieser Seite zu sehen: Ein alter Holzofen aus einer ehemaligen Gartenhütte (die dem Hausbau weichen musste). Der Holzofen war schon ziemlich in die Jahre gekommen und auch in der Hütte schon ziemlich verrostet – nunmehr kriegt er noch ein paar Jahre im Freien.

Das beschleunigt natürlich den Verfall (Korrosion!) – als Tisch mit einer Glasplatte ausgestattet ist er aber immer noch sehr nützlich und bringt auch den Vorteil, dass man sich beim Gießen der sich darauf befindlichen Blumen und exotischen Pflanzen nicht bücken muss.

Hauswurzen in verschiedenen Gegenständen

Hauswurz in kleinen Metallkübeln am Zaun

Hauswurz in kleinen Metallkübeln am Zaun

Hauswurzen eignen sich ja wunderbar für faule Gärtner: Ein wenig Sonne und ein wenig Erde und die Hauswurzen sind schon zufrieden und vermehren sich frisch und fröhlich.

Ein ziemlicher „Hingucker“ sind die Hauswurzen wenn sie blühen (dann leider eher nur kurze Zeit) – und so sie in einem kleinen Metallkübel am Zaun befestigt sind, sieht das dann ziemlich spektakulär aus (siehe Bild).

Gießen muss man hier selten bis nie – ab und an ein wenig Erde nachfüllen und Ableger entfernen sollte reichen.

Die meisten Hauswurz-Varianten sind ja auch winterhart – somit ist auch kein Einräumen in der kalten Jahreszeit notwendig.

Hauswurzen in Schuhen, Schlapfen, Löchern etc.

Eine gute Idee ist auch das Einpflanzen von Hauswurzen in alte Schuhe, Schlapfen etc.

Bepflanzter Schuh am Beetrand

Bepflanzter Schuh am Beetrand

Idealerweise können diese alten Latschen auch ein wenig Erde aufnehmen und halten – sonst halt ab und zu Erde nachfüllen – Starkregen schwemmt diese nämlich gerne aus.

Diese „Hauswurzschuhe“ kann man dann im ganzen Garten platzieren – dabei auch darauf achten, dass sie dann beim Rasenmähen nicht im Weg sind.

Hauswurzen in alten Schlapfen und Schuhen

Hauswurzen in alten Schlapfen und Schuhen

Bei uns sind rund 10 Schuhe an Plätzen positioniert, an denen sie den Rasenschnitt nicht behindern – ein guter Platz für die Schuhe wäre z.B. ein Steinrand an Beeten.

Ein Vorteil: Die Schuhe/Schlapfen etc. sind sehr leicht an einen anderen Ort zu bringen.

Hauswurzen in Gugelhupfform

Hauswurzen in Gugelhupfform

Eine weitere Variante eines eher ungewöhnlichen „Hauswurzquartiers“ ist die Verwendung einer alten Gugelhupfbackform – sieht (siehe Bild) durchaus nett aus.

Auch im Gugelhupf muss man ab und an (selten) einmal nachsehen ob noch genügen Erde vorhanden ist – aber Hauswurzen sind ja keine Diven und halten karge Zeiten gut durch.

Ideen für die Verwendung von Hauswurzen (Pflanzen die wirklich ideal für Menschen sind, die es mit dem Gießen und Düngen nicht so haben…) gibt es wohl zur Genüge – fast alle Gegenstände mit der Möglichkeit einer Befüllung mit Erde sind hier wohl erlaubt und möglich.

Wollen Sie also einen Gegenstand nicht wegwerfen aber doch nicht im Haus behalten, so ist die Hauswurz fast immer eine Lösungsvariante;-)

Eine weitere Idee in Sachen Hauswurz:

Hauswurzen in Stein mit Loch

Hauswurzen in Stein mit Loch

Ein Bekannter formt gerne Kugeln und bohrt daher in für ihn interessant erscheinende Steine aller Art Löcher. Aus dem Material, welches er rausschneidet, entstehen dann zumeist nette Kugeln.

Der Rest kommt dann auf eine große Halde, welche oft das Interesse unserer Sammlerin und Dekospezialistin erweckt: Gibt man nämlich einen passenden Blumentopf in diese entstandenen Löcher, so sieht das gar nicht übel aus.

Andere Möglichkeit: Den Stein in einen Steingarten integrieren und ohne Blumentopf mit passender Erde füllen und dann die gewünschte Pflanze aus dem Stein wachsen lassen.

Alte Gießkanne

Nachdem viele Pflanzen Regenwasser lieben, fange ich so viel wie möglich davon mittels Dachrinnen und Tonnen auf.

Blumen in alter Metallgießkanne

Blumen in alter Metallgießkanne

Die meisten meiner Pflanzen gieße ich dann mit Regenwasser – vorausgesetzt natürlich die Regenwassertonnen sind nicht schon geleert. Denn wer viele Pflanzen hat, muss (vor allem an heißen Tagen) auch sehr viel gießen.

Nachdem ich das Regenwasser auch mit Gießkannen zu den meisten Pflanzen (primär die vielen Topfpflanzen) bringe, besteht auch ein großes Interesse, dass die Gießkannen nicht zu schwer sind.

Daher sind die alten Metallgießkannen schon lange außer Dienst gestellt (die Plastikgießkannen sind leider hier wirklich praktischer), eignen sich aber auch durchaus als Dekoelement!

Hier ist es aber auch wichtig zu beachten, dass man entweder die Gießkanne unten anbohrt (um Staunässe zu vermeiden – das Wasser kann ja nicht unten abfließen) oder die Gießkanne so platziert, dass sie nicht übergeht. Einpflanzen würde ich hier primär weniger heikle Blumen.

Kräuterbeet mit Betonring oder alter Badewanne

Kräuterbeet aus Beton

Kräuterbeet aus Beton

Für Kräuter und mehr haben wir gleich 2 verschiedene „Upcycling-Varianten“ im Garten:

Da lagen dereinst einige Betonringe herum (wohl noch vom Hausbau bzw. Garagenbau) und brauchten viel Platz.

Betonring 1 dient nunmehr als Stütze für eine große Yuccapalme (fällt seitdem bei Wind nicht mehr um), in Betonring 2 ist ein Mistkübel gelandet (den nun der Wind auch nicht mehr wegweht) und Betonring 3 (siehe Bild) wurde zum kleinen Kräuterbeet (v.a. Schnittlauch).

Unsere Nachwuchskünstlerin hat in Jugendjahren die Betonringe auch ein wenig verziert – hier geht zwar der Lack schon ab, aber die Ringe leisten nach wie vor gute Dienste!

Kräuterbeet Nummer 2 ist nicht gleich beim Hinterausgang des Hauses positioniert und beinhaltet somit die Kräuter, die man seltener benötigt:

Eine alte Badewanne (seinerzeit vom Nachbarn geschenkt bekommen) leistet hier schon viele Jahre gute Dienste in Sachen Kräuter und Kräuternachwuchs.

Bei einer Badewanne auch unbedingt beachten, dass überschüssige Flüssigkeit gut ablaufen kann – den „Badewannenstöpsel“ sollte man demnach entfernen und die Wanne auch so aufstellen (vielleicht sogar leicht schräg), dass das Wasser unten auch dort hinläuft, wo es aus der Wanne ablaufen kann.

Sehr praktisch auch hier, dass man die Badewanne auch fast als „kleines Hochbeet“ bezeichnen kann und das Bücken beim Pflücken von Kräutern nicht so tief ausfällt. Wie man sieht, verträgt unser Badewannenbeet bald einmal wieder einen kleinen Rückschnitt;-)

Hochbeet aus Paletten

Schon ein Klassiker in vielen Gärten: Ein Hochbeet.

Nachdem vom Hausbau noch einige Paletten übrig geblieben sind, dauerte es nicht lange in der Gartenplanung, bis ein Hochbeet zur Sprache kam.

Hochbeet aus Paletten mit Teichfolienrest

Hochbeet aus Paletten mit Teichfolienrest

Leider habe ich dieses etwas zu verschattet positioniert (ich schneide nun auch ab und an Marillenäste oder Haselnussäste weg, welche das Hochbeet verschatten) – die Schnellkonstruktion hält aber schon über 10 Jahre ausgezeichnet:

Hier eine Bauanleitung zu geben wäre wohl fast unverfroren – zu viele gute und professionelle Anleitungen gibt es bereits im Netz (z.B. auf Youtube) zu finden.

Meine Kurzversion dazu: Paletten aufstellen und mittels Brett oben zusammennageln (ja, das geht sicher professioneller, Profis verwenden hier wohl zumindest Schrauben…), dann mit einer alten Teichfolie (oder anderen passenden Folien, kleine Löcher zwecks Ablauf dürfen drin sein…) großzügig auslegen (sodass die Folie über die Ränder ragt), dann zuerst vorsichtig mit groben Material (Holz, Schotter, schlechte Erde etc.) befüllen, folgend normale Gartenerde rein  und oben eine nette Schicht (je nach ihren Bepflanzungsplänen) guten Kompost drüber.

Lassen Sie das Hochbeet dann zumindest einige Wochen (idealerweise auch deutlich länger) sickern und gießen Sie dieses auch mit viel Wasser bevor sie dann die Folie an den Rändern fix befestigen.

Ich war diesbezüglich viel zu früh dran und das Gewicht im Beet hat dann die Folie an manchen Stellen zu weit nach unten gezogen. Das war aber auch kein großes Problem wenn man optisch damit gut leben kann. Die Folie dient übrigens dazu, dass das Holz der Paletten nicht zu rasch fault.

Und ja: Natürlich gibt es schönere Hochbeete als meines (daher auch nur ein unbemühtes Foto) – 2x Ernte (Spinat im Frühjahr, Tomaten im Sommer/Herbst) geht sich da aber immer aus.

Warnung: Hochbeete sind auch immer ein gutes Versteck für die bei uns mittlerweile sehr lästigen Gefleckten Weinbergschnecken.

Das Hollywoodbeet

Alte Hollywoodschaukel als Beet und mit Dekoelementen

Alte Hollywoodschaukel als Beet und mit Dekoelementen

Unser neuerster Streich: Eine Art kleiner Steingarten auf der alten Hollywoodschaukel.

Diese war im Laufe der Jahre schon etwas rostig und schief geworden und stand einige Jahre irgendwo „im Eck“.

Nunmehr wurde die Sitzfläche mit einem „Bretterverschlag“ ausgekleidet, mit Steinen und Erde gefüllt und dann von der Frau des Hauses kräftig dekoriert.

Sieht ziemlich lässig aus, meine auch ich als Anti-Kitsch-Person – einen groben Fehler haben wir aber schon gemacht:

Alte Hollywoodschaukel bepflanzt und dekoriert

Alte Hollywoodschaukel bepflanzt und dekoriert

Unten (dort wo die Steine bzw. die Erde aufliegt) haben wir nur eine dünne Spanplatte verwendet und schon nach kurzer Zeit drückte die Last der Füllung (inklusive Regen, der das Substrat noch schwerer machte) nach unten und sprengte die wenigen Nägel/Schrauben, mit denen die Spanplatte am Holz befestigt war.

Das war eigentlich vorhersehbar – denn die Sitzfläche bzw. die Stangen der Hollywoodschaukel waren sowieso nicht mehr ganz gerade und da hat sich eben der Druck sehr rasch nach unten bewegt…

Ein paar an den kritischen Stellen untergeschobene Platten konnten den „Hangrutsch“ aber dann verhindern und damit das dann nicht so nach „Pfusch“ aussieht, kam dann vorne noch ein Holzbrett drauf. Gut möglich, dass dieses in den nächsten Jahren auch noch dekoriert wird.

Zu hoffen gilt es natürlich auch, dass die Hollywoodschaukel nicht zu schnell durchrostet und dem Gewicht dieses Kunstwerkes auch noch länger gewachsen ist;-)

Hier noch 2 Fotos aus der „Resterlverwertung von Sammelgut“ – leere Schnecken- und Muschelhäuser als Deko – gleichfalls am „Hollywoodbeet“ untergebracht:

Leere Schnecken- und Muschelhäuser

Leere Schnecken- und Muschelhäuser

Schmetterling - Deko aus Muscheln und Holz

Schmetterling – Deko aus Muscheln und Holz

Büromöbel als Gartenwerkbank

Ein paar Jahre habe ich meine Zeilen für mein Finanzportal Geldmarie.at (damit verdiene ich mein Geld – in Pflanzensachen bin ich zeitweilig begeisterter Laie) auf einem eher unbequemen Tisch in den Laptop gehämmert.

Schreibtisch als Gartenwerkbank zweckentfremdet

Schreibtisch als Gartenwerkbank zweckentfremdet

Als sich dann endlich ein größeres Büro mit „echten“ Büromöbeln ausging, musste der Tisch weichen. Idee: Verwendung als „Gartenwerkbank“.

Im Garten gibt es immer wieder Tätigkeiten (z.B. Umsetzen oder vorsichtig einpflanzen etc.), bei denen ein Tisch in Sachen Höhe und Abstellen sehr angenehm ist.

Pflanzen sie einmal gebückt rund 50-100 Jungtomaten ein – da ist man dann über einen „Pflanztisch“ ausgesprochen dankbar. Auch benötigen Jahr für Jahr viele Pflanzen einen größeren Topf bzw. neue Erde – auch hier ist es wunderbar, diese auf dem Tisch bearbeiten zu können.

Keine Frage: Ein Glastisch ist hier wohl nicht die ideale Lösung – so lange aber die Glasplatte (die auf einem Metallgestell montiert ist) hält, reicht das für meine Zwecke absolut aus.

Früher oder später werden sich aber wohl die Holzladen verabschieden welche der Witterung natürlich Tribut zollen. Derzeit sind sie aber noch bestens geeignet um dort Kleinmaterial (Scheren, Garn, Spagat, Schildchen zum Beschriften, Gartenscheren, Gartenhacken etc.) zu verstauen.

Und unter dem Tisch haben auch Kübeln aller Art Platz – z.B. für Kompost bzw. „Abfall“ für die Grüne Tonne.

Optisch (siehe Bild) ist das Konstrukt zwar eher bedenklich – aber diese dort ausgeführten Arbeiten macht man ohnehin sehr gerne im Schatten und daher ist dieser Bereich auch gut versteckt;-)

Übrigens auch ein feiner Platz für Pflanzen, welche noch nicht in die direkte Sonne dürfen und erst ein paar Tage im Halbschatten (mit ganz wenig Sonne) verbringen müssen.